Wetterschutz - Schutz gegen Regen
Kurz gesagt: EN 343 regelt Schutzkleidung gegen Regen, Schnee, Nebel und Bodenfeuchtigkeit. Bewertet werden zwei Größen: wie dicht das Material gegen Wasser von außen ist (Wasserdurchgangswiderstand) und wie gut Schweiß nach außen entweichen kann (Wasserdampfdurchgangswiderstand). Beide werden in vier Klassen angegeben. Wichtig zu wissen: Die Norm wurde inzwischen durch EN ISO 24232 abgelöst – die Anforderungen sind dabei unverändert geblieben.
Klassen im Überblick
Worauf es in der Praxis ankommt
Der Abstand zur Normgrenze entscheidet, nicht das Bestehen
Klasse 4 verlangt einen Wasserdurchgangswiderstand von 20.000 Pa – das entspricht einer Wassersäule von rund 2.040 mm.
Die Kombinationsfalle: zwei Lagen kosten Atmungsaktivität
Hardshell über Softshell klingt nach mehr Schutz – und ist es bei der Dichtigkeit auch. Bei der Atmungsaktivität passiert aber das Gegenteil.
Was eine Jacke dicht hält, steht nicht im Prüfbericht
- Verschweißte Nähte. Jede Naht ist ein Loch im Material. Erst das Verschweißen macht sie dicht – und nur das hält über die Reinigungszyklen.
- Wasserabweisende Reißverschlüsse. Der längste durchgehende Spalt in einer Jacke ist der Frontverschluss.
- Saugsperre an Saum und Ärmeln. Ohne sie zieht das Gewebe Wasser von unten hoch – die Membran bleibt dicht, der Träger wird trotzdem nass.
- 2- oder 3-Lagen-Laminat. Bestimmt, ob die Membran durch ein Futter geschützt ist oder direkt an der Innenseite scheuert.
Welche Klasse brauchst du?